27 Juli, 2014

First school week & weekend

So - nachdem jetzt eine Woche Schule vorbei ist, gibt es auch wieder neues zu erzählen...
Wie ihr in meinem letzten Post erfahren habt, war am Montag ein Einführungstag und damit erst am Dienstag mein erster richtiger Schultag. 
Jeden Tag haben wir alle Fächer, die wir gewählt haben - also immer fünf plus 2 Pausen und 25 Minuten Tutor Group.
Ich erzähle euch jetzt einfach mal ein bisschen etwas zu jedem Fach:

Englisch:
In Englisch sind wir um die 25 Schüler und ca. 5 Internationals, was echt viel ist.
Unser Lehrer ist ziemlich streng und lässt uns alles mitmachen, auch wenn wir nicht so wirklich wissen wie es geht.  
Zum größten Teil machen wir Schreibsachen wie zu Hause im Deutschunterricht eben auch. 

Health Studies:
HS behandelt so ziemlich alles was mit dem Menschen zu tun hat. 
Gerade haben wir zum Beispiel das Thema ''Geschlechter'' - aber nicht im biologischen Sinn, sondern was bedeutet es in unserer Gesellschaft Mann bzw. Frau zu sein.
Eigentlich wollte ich Health Studies am Anfang gar nicht nehmen, aber jetzt ist es eines meiner Lieblingsfächer, was auch daran liegen könnte, dass wir gerade How I met you mother schauen und analysieren. ;)

Visual Arts:
Visual Arts entspricht unserem Kunstunterricht in Deutschland.
Gerade muss ich mehrere Bilder zu einem historischen Ereignis (In meinem Fall - "Der Fall der Berliner Mauer") malen - was gar nicht so einfach ist.
Am Ende werden dann alle Bilder auf einer Tafel zusammen aufgeklebt.
Der Kunstunterricht hier unterscheidet sich von dem bei uns in Deutschland am meisten dadurch, dass man immer sehr viel Research machen muss und sich am Stil anderer Künstler orientiert.

Fabrics:
= Fashion Design. 
Hier bekommen wir ein Thema, zu dem wir dann ein Kleidungsstück entwerfen und herstellen müssen.
Ich hab das Thema Geschichte bekommen und mache jetzt ein Kleid aus den 20ern. 
Das Fach ist eigentlich echt cool aber ich muss halt noch einiges lernen, was die anderen schon können - wie zum Beispiel Nähen.

Outdoor Education:
Anders als normaler Sportunterricht besteht OE aus Theorie und Praxis.  
Bis jetzt hatte ich erst einmal Theorie und da war es leider relativ schwer mitzukommen. Aber ich denke und hoffe einfach mal, dass man da erstmal reinkommen muss.
Praxis kann jetzt in dem Fall alles sein, was draußen gemacht wird. 
Gerade haben wir Klettern und Street Basketball und manchmal machen wir auch einfach irgendwelche Spiele.
Ich war echt richtig erstaunt, weil hier alle so extrem motiviert sind was Sport und so angeht. Das bin ich von zu Hause gar nicht so gewöhnt! :D

Und dann gibt es noch jeden Tag außer Freitags 25 min Tutor Group.
Es ist zwar echt schwer das zu erklären aber ich versuch es einfach mal. 

Unsere Schule ist in 5 Häuser aufgeteilt (keine echten Häuser sondern ,,Gruppen’’, in welche die Schüler aufgeteilt sind), da sie über 2200 Schüler hat. 
Weil diese ,,Häuser" immer noch bis zu 500 Schüler haben können und es ja keine Klassen gibt, da jeder Schüler individuell seinen Stundenplan wählt, gibt es eben noch diese Tutor Groups. 
Alle Schüler aus einem Haus sind dann also noch mal in mehrere Tutor Groups aufgeteilt, damit sie wenigstens einen festen Klassenverband haben in dem sie von Year 9 bis Year 13 auch bleiben. 
In einer Tutor Group sind also alle Jahrgänge vertreten weswegen man in den 25 Minuten auch meistens nicht großartig etwas macht. 
Manchmal gibt es Sportwettkämpfe zwischen den einzelnen Tutor Groups. 
Regelmäßig finden auch Assemblies statt, bei welchem sich alle Schüler eines Hauses treffen und wichtige Themen besprochen werden oder irgendwer auftritt und zum Beispiel singt. 
Wenn man weder Multigames noch Assembly hat, trifft man sich einfach in einem Klassenzimmer und isst und unterhält sich miteinander.

Nach einer Woche in der Schule kann ich mir schon mal selbst ein bisschen eine Frage beantworten, die ich vor dem Start der Schule immer hatte: "ist es schwer Anschluss zu finden?" 

Als erstes muss gesagt werden, dass die Kiwis alle super lieb, freundlich und total hilfsbereit sind, aber es trotzdem schwieriger ist Anschluss zu finden als in Deutschland.
Meiner Meinung nach liegt das aber nicht an den Menschen hier, sondern an dem Schulsystem, welches tausend mal besser als das Deutsche ist aber trotzdem einfach das Problem hat, dass man jede Stunde mit anderen Leuten an einem anderen Ort Unterricht hat.
Wenn man also wirklich Glück hat, lernt man 1 oder 2 Leute kennen die man mag und die mit einem in 1 oder 2 Kurse gehen. 
Aber es kommt so gut wie nie vor (zumindest nicht an so einer großen Schule wie meiner), dass man alle Kurse mit einer Person gleich hat.
Das Ganze macht es am Anfang schon schwerer reinzukommen und sich wohlzufühlen. 
Meine Familie lacht sich jetzt wahrscheinlich tot wenn ich das sage, aber man muss ‚‚einfach‘‘ Geduld haben.  
Und nach einer Woche ist es bei mir schon um einiges besser geworden und obwohl ich echt noch nicht sagen würde, dass ich jetzt 10 neue Freunde hab, habe ich trotzdem viele Leute kennengelernt, die echt super nett sind und mit denen ich viel lache. :D 


Um jetzt mal ein bisschen von der Schule wegzukommen, erzähl ich euch ein bisschen was über mein Wochenende:

Gestern waren wir mit den Hunden am Mellons Bay Beach & er ist echt wunderschön!! 
Wir wurden zwar fast von ein paar Steinen erschlagen - aber wir haben's ja überlebt! ;D



Heute ging's dann zum Snowplanet (indoor Skifahren) und das war echt richtig cool!!
Es ist zwar recht überschaubar dort, aber trotzdem echt mega witzig und es hat total viel Spaß gemacht.
Als wir da waren, gab es dann auch gleich mal einen Feueralarm (in einem Haus voller Schnee !?) - aber es hat sich dann herausgestellt, dass es nur ein Übungsalarm war. 

 

Wieder daheim musste ich noch eine Skulptur aus Natur in der Natur machen, weil mein Kunstlehrer meinte ich hätte zu wenig zu tun am Wochenende - aber, naja das ist dann daraus geworden: